Medizinische Schwerpunkte
- Steintherapie
Patienten, die mit Steinbeschwerden zu uns kommen, werden einer eingehenden und schmerzfreien Untersuchung mittels moderner Ultraschallgeräte zugeführt. Steine in Harnleiter und Nierenbecken können mit der starren oder flexiblen Spiegelung behandelt werden. Dabei werden die Steine gewebeschonend mit einem modernen Holmiumlaser oder mit Stoßwellen zerstört. Nierensteine können auch mit Stoßwellen (Schallwellen) von außen zertrümmert werden. Wir verfügen in unserem Stoßwellen-Zentrum über einen der modernsten Lithotriptoren. Mit diesem Gerät können wir Steine mit Ultraschall oder Röntgenstrahlen aufspüren und zerstören, ohne dass eine Operation durchgeführt werden muss. Während der Behandlung haben wir per Ultraschall eine genaue „Erfolgskontrolle“. Größere Nierensteine (Ausgusssteine) werden auch häufig durch die perkutane Methode entfernt: Durch einen kleinen Punktionskanal wird eine Kamera (Endoskop) bis in das Nierenbecken eingeführt und der Stein mittels Holmiumlaser oder Ultraschall zerkleinert und entfernt. Die entfernten Steine werden natürlich einem Analyseverfahren zur Klärung der Zusammensetzung zugeführt.
- Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung
Bei einer gutartigen Prostatavergrößerung wird das überschüssige Gewebe endoskopisch (durch die Harnröhre) beseitigt (TUR-P). Dieser Eingriff kann sowohl durch eine uni- als auch bipolare Resektionstechnik durchgeführt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Prostatagewebe mit dem Laser zu verdampfen (Laservaporisation).
Bei einer sehr starken Vergrößerung der Prostata führen wir die offene Prostatateil-entfernung über einen kleinen Schnitt am Unterbauch durch.
In manchen Fällen ist zum sicheren Ausschluss einer Krebserkrankung der Prostata vor einer Operation die Entnahme von kleinen Gewebeproben aus der Prostata notwendig. Dieser Eingriff ist völlig schmerzfrei und wird ambulant durchgeführt.
- Tumortherapie
In unserem Tumorzentrum behandeln wir sämtliche urologische Tumoren. Als Mittel stehen uns dabei die Operation, die Chemotherapie und die Strahlentherapie zur Verfügung. Bei der operativen Behandlung arbeiten wir eng mit den Kollegen der Klinik für Chirurgie und Gynäkologie zusammen. Wir bieten außerdem eine tumorspezifische Schmerztherapie an sowie eine Nachsorge mit Vorbeugung und Behandlung von möglichen Komplikationen.
Das Prostata-Karzinom-Zentrum wurde 2006 gegründet und gilt als Kompetenz- und Vertrauenszentrum in der Region Kempten. Hier wird fachübergreifende Beratung, Hilfe und Therapie nach dem aktuellsten medizinischen Standard angeboten.- Prostatakarzinom
Es stehen verschiedene Methoden zur Verfügung: die nervschonende radikale Prostataentfernung, die mikrochirurgische Elektroresektion (TURP) in Kombination mit der HIFU-Therapie (Behandlung mit hoch intensivem fokussiertem Ultraschall), eine computergestützte Brachytherapie (Einsetzen von radioaktiven Iod-Stäbchen in die Prostata) oder eine Hormontherapie. - Nieren- oder Harnleitertumor
Durchgeführt werden die offene oder laparoskopische („Schlüssellochoperation“) Entfernung des Nierentumors oder der ganzen Niere, die Harnleiterentfernung sowie die Entfernung von gut- und bösartigen Nebennierentumoren. - Blasentumor
Möglich sind die endoskopische (durch die Harnröhre, TUR-B) Entfernung eines Blasentumors in Kombination mit einer Frühinstillation (Blasenchemotherapie) in die Harnblase und die offene nervschonende radikale Blasenentfernung bei fortgeschrittenem Blasentumor. Bei der kontinenten („trockenen“) Harnableitung bilden wir aus Darm eine neue Harnblase (Ileumneoblase) oder ein Reservoir, das mit einem Katheter entleert werden kann (Nabel-, Indiana- oder Mainz-Pouch). Bei der inkontinenten („nassen“) Ableitung wird der Urin über ein Stück Darm nach außen geleitet (Ileumconduit), oder die Harnleiter werden direkt in die Haut eingepflanzt (Harnleiter-Haut-Fistel). In besonderen Fällen legen wir auch andere Harnableitungen an. - Hodentumor
Wir behandeln die Erkrankung, indem wir den Hoden ganz oder teilweise entfernen und gleichzeitig eine Schnellschnittuntersuchung durchführen. Je nach Art und Ausmaß der Tumorerkrankung schließt sich nach der Operation eine Chemotherapie an. Lymphknoten-Metastasen werden nach der Chemotherapie operativ entfernt.
- Prostatakarzinom
- Plastische Chirurgie und Kinderurologie
Bei Fehlbildungen oder krankhaften Veränderungen im äußeren und inneren Genitalbereich bzw. Harntrakt helfen wir den Patienten mit: Korrekturen von Harnröhrenfehlmündungen, Vorhautkorrekturen, Behandlungen von Hodenhochstand, laparoskopischen Nierenbecken-Erweiterungsoperationen, Harnleiterreimplantationen und plastischen Rekonstruktionen nach einer Tumortherapie.
- Harnröhrenchirurgie
Bei einer Verengung der Harnröhre wenden wir die Methode der so genannten Harnröhrenschlitzung (Urethrotomie) an. Möglich ist auch eine Laserung der Harnröhrenenge sowie der Einsatz von Mundschleimhaut bei offener Korrektur der Enge.
- Minimalinvasive Chirurgie (MIC)
Die „Schlüsselloch“-Methode erlaubt die laparoskopische Nieren- und Nierenteilentfernung, die Nebennierentumorentfernung, die laparoskopische Nierenbeckenplastik sowie die Entfernung von Lymphknoten und Hodenkrampfadern. Auch Eingriffe am Harnleiter können auf diese Weise durchgeführt werden. Die Vorteile sind enorm: Die Schmerzen oder Beschwerden nach der Operation sind sehr gering, der Patient kann recht bald nach dem Eingriff aus der Klinik entlassen werden, und es bleiben nur kleine unauffällige Narben zurück.
- Andrologie
In der Andrologie bieten wir Männern die Diagnostik und Therapie bei Infertilität (unerfülltem Kinderwunsch) an. Im Rahmen der engen Zusammenarbeit mit dem Kinderwunschzentrum vor Ort besteht die Möglichkeit der Spermakonservierung. Zusätzlich führen wir Beratungsgespräche bei Potenzschwäche und rund um das Thema aging male („Wechseljahre“) durch. Dr. Ekkehard Reichenbach-Klinke gehört zum Team des Kinderwunschzentrums Kempten und bietet Beratungsgespräche und Diagnostik in Kempten und Immenstadt an.
- Inkontinenztherapie
Wenn Blase oder Darm schwächeln, ist das kein unabwendbares Schicksal – weder für den Mann noch für die Frau. Wir garantieren eine schmerzfreie Diagnostik dank modernster Technik. Dazu zählen urodynamische Untersuchungen und Funktionsprüfungen sowie die sonographische und radiologische Diagostik. Die detaillierte Auswertung erfolgt am Computer und wird Ihrem behandelnden Arzt am Untersuchungstag zugesendet. Bei der Behandlung bedienen wir uns verschiedener konservativer und operativer Methoden mit und ohne Einsatz von Fremdmaterial: Videourodynamik (Analyse der Aktivitäten von Blase und Darm), medikamentöse Therapie, Beckenbodengymnastik, Unterstützung des Verschluss-Mechanismus durch eine Bandeinlage (TVT oder TOT), Beckenbodenrekonstruktionen sowie Behebung eines Blasenvorfalls. Dabei kooperieren wir ebenfalls eng mit der Klinik für Gynäkologie.



