Zu den Inhalten springen

Beckenchirurgie

Beckenfrakturen stellen mit einer Häufigkeit von zirka drei bis zwanzig pro 100.000 Einwoh-ner in Deutschland eine eher seltene aber zumeist schwerwiegende Erkrankung dar.

Zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr finden sich ursächlich größtenteils Stürze aus großer Höhe, Verkehrsunfälle und Freizeitunfälle. Mit steigendem Alter treten die Mehrzahl der Frakturen, aufgrund verminderter Knochenfestigkeit, bei teilweise banalen Stürzen auf.

Das Becken besteht aus mehreren Knochen und Bandstrukturen. Es gibt die Beckenschaufeln des Darmbeines, das Acetabulum (mit Hüftpanne) und den vorderen Anteil mit Sitz und Schambein sowie den hinteren Anteil mit Kreuzbein und dem Übergang zur Wirbelsäule. So entsteht der sogenannte Beckenring.

Grundsätzlich muss zwischen stabilen und instabilen Verletzungen unterschieden werden.

  • Stabile Verletzungen (Typ A) sind Brüche oder Abrisse an den Darmbeinschaufeln, dem Sitzbein, Schambein oder Steißbein unterhalb der Gelenkverbindungen.
  • Bei Typ B Verletzungen besteht eine Rotations-/Drehinstabilität z.B. bei Aussprengung des vorderen Beckenringes oder Verschiebungen des hinteren Strukturen.
  • Die instabilste Verletzung (Typ C) entspricht einer gleichzeitigen Verletzung vorderer und hinterer Strukturen mit Instabilität in allen Ebenen.

Die Entscheidung zur konservativen oder operativen Therapie sowie des Versorgungszeitpunktes einer Beckenringverletzung wird anhand der klinischen Unter-suchung, der durchgeführten bildgebenden Diagnostik (CT, NMR) und der hieraus resultierenden Klassifikation der Beckenfraktur getroffen.

Ziel der Behandlung ist eine möglichst anatomische, belastbare Wiederherstellung der Strukturen um eine frühzeitige Mobilisation des Patienten zu ermöglichen.

KONTAKT
Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
Prof. Dr. med. Georg Täger

Telefon: 0831 530-3304
Telefax: 0831 530-3454
Aktiv für Herz und Kreislauf
Sana Kliniken AG: Starkes Engagement für Aufklärungs- und Präventionsarbeit.